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Das Jahr 2011 begann definitiv anders, als wir es nur im entferntesten erwartet hätten... Nachdem man wie in der Hinrunde, die ersten 5 Spiele verloren hatte, wurde dem ein oder anderen schmerzlich bewusst, dass man doch nicht allzu laut von dem "so sicheren Europapokalplatz" hätte sprechen dürfen...
So kamen schmerzliche Erinnerungen an die Abstiege von ´96, 2001 und 2004 wieder hoch, denn man wurde schnell in die untere Tabellenhälfte durchgereicht.
Gedanken, die man gehofft hatte, endlich vergessen zu können, und Gefühle, von denen man gedacht hat, dass man sie lange Zeit nicht mehr spüren wird.
Nun sind sie wieder da gewesen, aus Wut wurde Enttäuschung. Aus Enttäuschung Ratlosigkeit und aus Ratlosigkeit ein Gemisch aus Wut und Enttäuschung... die Angst vorm erneuten Abstieg machte sich breit.
Sechs Niederlagen, zwei Remis aus 8 Spielen. Man sprach nicht mehr "nur" noch davon, endlich wieder ein Spiel zu gewinnen, es sollte erst mal wenigstens wieder ein Tor geschossen werden. Die einmal wöchentlich auftretenden Niederlagen entpuppten sich als eine regelmäßig folgende Dosis Demütigung, die die Hoffnung auf schnelle Genesung immer kleiner werden ließ.
Viele überlegten es sich zwei mal, am Wochenende ins Waldstadion zu gehen, geschweige denn, eine Auswärtsfahrt anzutreten. Doch trotz dieser "Unsicherheit" waren sowohl Heimspiele als auch Auswärtsspiele immer gut besucht und man versuchte, der Mannschaft durch lauten Support den Rücken zu stärken, egal ob erst ein Gegentor gefallen war, oder 3. Irgendwann muss der Knoten doch platzen...oder sich zu mindestens anfangen zu lockern...
Nun ging es nach Schalke... zu einem Gegner, der International schon viel erreicht hat, nur in der Liga etwas auf der Strecke geblieben war und im etwas schlechteren Mittelfeld festhing.
Ein holpriges Spiel beider Mannschaften, ein seltsamer Foulelfmeter und ein Rekordtor... 1:1, die Emotionen sprudelten über, aber auch das Bindesliga-Rekordtor aus 73 Metern sollte unsere Hessen nicht auf die Siegerstraße bringen. Das Spiel in Schalke ging ebenfalls verloren.
Größer und größer wurde nun die Angst vor dem gefürchteten Abstieg, Mittlerweile war man Punktgleich mit St. Pauli, die auf dem Relegationsplatz standen und nur nicht an der Diva vorbeirutschten, weil diese ein besseres Torverhältnis hatte.
So wurde das darauffolgende Heimspiel eben gegen diese Mannschaft zum endgültigen Endspiel.
Im Stadion empfand ich die Atmosphäre als seltsam angespannt, anders als die letzten Heimspiele, es war richtig unheimlich. Und genauso seltsam und unheimlich sollte auch das Spiel sein. Durch einen Foulelfmeter ging unser Diva in Führung, das erste Tor im heimischen Waldstadion ist gefallen. Doch irgendwie hatte ich den Eindruck, dass sich kaum einer so richtig freuen wollte... Der Torjubel war recht kurz. Wahrscheinlich ging es den anderen nicht anders als mir, zu groß die sofort wiederkehrende Angst, das Spiel könne trotzdem noch verloren werden. Und natürlich verstärken die Paulianer dieses Gefühl und trafen zum ausgleich.
Doch es sollte ein Happy End geben. Denn durch einen Doppelpack von Gekas gewann man das sechste Heimspiel der Rückrunde!
Ob der Knoten nun geplatzt ist??
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